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Paartherapie / Eheberatung nach einem Seitensprung

Kaum ein anderes Ereignes belastet eine Partnerschaft so sehr wie ein Seitensprung. Probleme entstehen dabei in der Regel nicht nur beim Betrogenen, sondern auch beim Untreuen.

Wie stark belastet Sie nach einem Seitensprung sind, können Sie mit dem Partnerschaftstest für Untreue nach einem Seitensprung bzw. dem Partnerschaftstest für Betrogene nach einem Seitensprung herausfinden. Eins der Hauptprobleme besteht in darin zu klären, ob und wie das verlorene Vertrauen wieder hergestellt werden kann und ob der betrogene Partner den Seitensprung vergeben und verzeihen kann.

Eine Paartherapie bzw. Eheberatung online kann Ihnen helfen die akuten Probleme zu lindern und zu klären, welche Perspektiven Ihre Partnerschaft hat. Die Paartherapie nach einem Seitensprung verläuft nach dem Theratalk®-Konzept in mehreren Phasen, wobei - je nach speziellem Fall - nicht jede Phase vorkommen muss und auch später auf frühere Phasen zurückgekommen werden kann.

Phase 1: Schadensbegrenzung

Die erste Zeit, nachdem ein Seitensprung bekannt geworden ist, ist in der Regel durch heftige Gefühle gekennzeichnet, die schnell und stark schwanken können. Vor allem dann, wenn der betrogene Partner eine stark ausgeprägte Wut hat, über die er selbst nur wenig Kontrolle empfindet, ist eine Strategie zur Schadensbegrenzung notwendig, um die Partnerschaft vor weiterem und unbeabsichtigtem Schaden zu schützen. Eine solche Strategie kann in der Therapie erarbeitet werden. Aber nicht nur für Wut, sondern für alle starken negativen Gefühle gilt es, in der Therapie Wege zu finden wie mit ihnen umgegangen werden kann, ohne dass weiterer Schaden entsteht.

Häufig kommt es vor allem auch in der ersten Zeit nach dem Seitensprung vor, dass der untreue Partner sehnsüchtige Gedanken an den Seitensprung hat. Dann können in der Therapie Möglichkeiten erarbeitet werden, damit umzugehen.

Phase 2: Hintergründe herausfinden

Wenn ein so negativ angesehenes Verhalten eines Partners wie ein Seitensprung bekannt wird, stellt sich für den Betrogenen automatisch die Frage: Wie kam es dazu? Dem wird in der Therapie in der nächsten Phase nachgegangen.

In der Regel tragen vor einem Seitensprung beide Partner ohne es zu wollen dazu bei, dass eine Gelegenheit zu einem Seitensprung auf einen fruchtbaren Boden fällt. Damit ein weiterer Seitensprung unwahrscheinlich wird, gilt es herauszufinden, welche verschiedenen Faktoren es im konkreten Fall waren, die zu der Entscheidung des untreuen Partners für einen Seitensprung geführt haben. Wichtig dabei ist, dass der Betrogene nicht für die Entscheidung des Untreuen verantwortlich gemacht werden soll, sich auf den Seitensprung einzulassen. Denn während die partnerschaftliche Situation zur Zeit des Seitensprungs zwar von beiden Partnern herbeigeführt wurde, war der Seitensprung ja eine eine Entscheidung, die der untreue Partner für sich allein getroffen hat.

Wenn in der Therapie die verschiedenen Faktoren gefunden werden können, die zu der Entscheidung des Untreuen für einen Seitensprung geführt haben, entstehen so auch Möglichkeiten, wie beide Partner wieder Kontrolle über das Geschehen bekommen und ihre Partnerschaft verbessern können.

Am Ende dieser Phase kann ein Plan aufgestellt werden, was sich in der Partnerschaft alles ändern müsste, damit beide Partner wieder glücklich werden und ein weiterer Seitensprung unwahrscheinlich wird.

Phase 3: Veränderung

In dieser Phase geht es darum, den in der Phase "Hintergründe herausfinden" aufgestellten Plan umzusetzen. Besonderes Gewicht liegt dabei in der Regel auf einer Verbesserung der Kommunikation der Partner und auf eine Verbesserung der sexuellen Beziehung. Insofern ist die Veränderungs-Phase einer "regulären" Paartherapie sehr ähnlich. Es kann aber jederzeit notwendig werden, auf die früheren Phasen zurückzukommen.

Am Ende der Veränderungsphase zeigt sich, ob die Partner es geschafft haben, die nötigen Veränderung in ihrer Partnerschaft herzustellen. An dieser Stelle kann dann auch eine vernünftige Entscheidung getroffen werden, ob die Partner zusammen bleiben möchten.

Optional: Entscheidungsphase

Wenn der Seitensprung noch nicht beendet ist, kann der eigentlichen Therapie zunächst einmal eine Entscheidungsphase vorangeschaltet werden, in der es darum geht, dass der Untreue zu einer Entscheidung kommt, was er eigentlich möchte. Zusätzlich kann geplant werden, wie der Seitensprung dem betrogenen Partner am besten beigebracht werden kann, falls er nicht bereits bekannt ist. In diesem Fall kann diese Phase auch gut vom untreuen Partner allein durchlaufen werden.


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theratalk.de ist ein wissenschaftliches Projekt am Institut für Psychologie der Universität Göttingen.